Schupfnudelpfanne mit Rosenkohl, Marroni & Preiselbeeren
Diese Schupfnudelpfanne mit Rosenkohl ist ein unkompliziertes Herbst- und Wintergericht aus nur einer Pfanne. Goldbraun gebratene Schupfnudeln treffen auf nussige Marroni, zart gedünsteten Rosenkohl und säuerlich-süsse Preiselbeeren. Vegetarisch, sättigend und in rund 40 Minuten auf dem Tisch.
Schupfnudelpfanne mit Rosenkohl auf einen Blick
Portionen: 4
Ausbeute: 1 grosse Pfanne (4 Hauptgerichtportionen)
Vorbereitungszeit: 15 Minuten (geschätzt)
Zubereitungszeit: 25 Minuten
Gesamtzeit: 40 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Ernährungsform: vegetarisch (ohne Parmesan bzw. mit vegetarischem Hartkäse)
Zutaten für die Schupfnudelpfanne mit Rosenkohl
Für die Schupfnudelpfanne
- 800 g Schupfnudeln (oder Gnocchi), aus dem Kühlregal
- 500 g Rosenkohl
- 250 g vorgekochte Marroni
- 2 rote Zwiebeln (ca. 200 g)
- 40 g Butter
- ca. 100 ml Gemüsebrühe
- 1 TL Thymian, frisch oder getrocknet
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zum Anrichten
- 4 EL getrocknete Preiselbeeren (ca. 40 g)
- optional: 1 TL Honig oder Ahornsirup
- optional: 50 g geriebener Parmesan
Zubereitung
- Vorbereiten: Rosenkohl putzen, äussere Blätter entfernen, Strunk leicht kürzen und die Röschen halbieren. Zwiebeln schälen und in feine Spalten schneiden. Marroni grob zerkleinern.
- Schupfnudeln braten: 20 g Butter in einer grossen Pfanne erhitzen. Schupfnudeln bei mittlerer bis hoher Hitze 6–8 Minuten goldbraun braten, dabei gelegentlich wenden. Herausnehmen und beiseitestellen.
- Gemüse anbraten: Die restlichen 20 g Butter in die Pfanne geben. Zwiebeln und Rosenkohl darin 5 Minuten anbraten.
- Rosenkohl dünsten: Mit der Gemüsebrühe ablöschen, Deckel auflegen und den Rosenkohl 5–7 Minuten dünsten, bis er bissfest bis weich ist.
- Alles zusammen braten: Marroni und Schupfnudeln dazugeben und ohne Deckel weitere 3–4 Minuten braten, bis alles heiss und leicht gebräunt ist.
- Abschmecken: Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Wer es etwas süsser mag, gibt einen kleinen Schuss Honig oder Ahornsirup dazu.
- Anrichten: Auf Tellern verteilen und mit den Preiselbeeren garnieren. Nach Belieben mit Parmesan bestreuen.
Tipps für die perfekte Schupfnudelpfanne mit Rosenkohl
- Pfanne nicht überfüllen: 800 g Schupfnudeln bräunen nur schön, wenn sie Platz haben. Bei einer kleineren Pfanne in zwei Durchgängen braten.
- Schnittfläche nach unten: Den halbierten Rosenkohl beim Anbraten mit der Schnittfläche auf den Pfannenboden legen – so entstehen Röstaromen.
- Marroni zuletzt: Vorgekochte Marroni zerfallen leicht. Erst in Schritt 5 zugeben und nur noch kurz mitbraten.
- Garpunkt prüfen: Rosenkohl mit einer Messerspitze testen. Er sollte nachgeben, aber nicht matschig sein – zu lang gegart wird er schwefelig im Geschmack.
- Aufbewahrung: Reste halten sich gut verschlossen 1–2 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen nochmals kurz in der Pfanne anbraten, nicht in der Mikrowelle – sonst werden die Schupfnudeln weich.
Variationen
- Mit Apfel: Statt Preiselbeeren einen säuerlichen Apfel in Würfeln in Schritt 5 mitbraten.
- Anderes Wintergemüse: Rosenkohl ganz oder teilweise durch Wirz oder Federkohl ersetzen; Garzeit entsprechend verkürzen.
- Würziger Käse: Statt Parmesan geriebenen Bergkäse oder Sbrinz verwenden.
- Mit Nüssen: Eine Handvoll geröstete Baum- oder Haselnüsse beim Anrichten darüberstreuen.
- Nicht vegetarisch: 100 g Speckwürfeli in Schritt 3 mit den Zwiebeln anbraten.
Nährwerte
Berechnungsgrundlage: 4 Portionen, ohne die optionalen Zutaten Honig und Parmesan, ohne zusätzliches Salz zum Abschmecken.
| Nährwert | pro Portion | gesamt |
|---|---|---|
| Energie | ca. 620 kcal / 2600 kJ | ca. 2490 kcal / 10 400 kJ |
| Fett | ca. 11 g | ca. 46 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | ca. 6 g | ca. 24 g |
| Kohlenhydrate | ca. 109 g | ca. 436 g |
| davon Zucker | ca. 17 g | ca. 70 g |
| Ballaststoffe | ca. 13.5 g | ca. 54 g |
| Eiweiss | ca. 15 g | ca. 62 g |
| Salz | ca. 2.3 g | ca. 9.1 g |
Mit 50 g Parmesan für das ganze Rezept kommen pro Portion ca. 50 kcal, 4 g Eiweiss und 3.5 g Fett dazu.
Die angegebenen Nährwerte sind berechnete Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Produkten und Zubereitung abweichen.
Wussten Sie schon?
Marroni werden oft zu den Nüssen gezählt, sind aber ganz anders zusammengesetzt: Während Baumnüsse zu mehr als der Hälfte aus Fett bestehen, enthalten Marroni nur wenig Fett und vor allem Stärke – sie verhalten sich in der Küche also eher wie eine Beilage. Rosenkohl gehört zu den Vitamin-C-reichsten Wintergemüsen. Damit möglichst viel davon erhalten bleibt, ist kurzes Dünsten mit wenig Flüssigkeit günstiger als langes Kochen im Wasser – genau so, wie es in diesem Rezept gemacht wird. Zusammen liefern Rosenkohl, Marroni und Preiselbeeren rund 13 g Ballaststoffe pro Portion, also fast die Hälfte der für Erwachsene empfohlenen Tagesmenge von rund 30 g. Wer die Zusammensetzung einzelner Zutaten genauer vergleichen möchte, findet sie in der Schweizer Nährwertdatenbank des BLV.
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Häufige Fragen
Kann ich statt Schupfnudeln auch Gnocchi verwenden?
Ja, Gnocchi aus dem Kühlregal funktionieren genauso. Sie werden ebenfalls direkt in der Pfanne gebraten und brauchen etwa gleich lang. Gnocchi sind etwas weicher und kleiner, bräunen aber ebenso schön.
Muss man die Schupfnudeln vorher kochen?
Nein. Schupfnudeln aus dem Kühlregal sind bereits vorgegart und kommen direkt in die Pfanne. Nur selbstgemachte, rohe Schupfnudeln müssen zuerst in Salzwasser gekocht werden, bis sie aufsteigen.
Kann ich frische Marroni verwenden?
Ja. Frische Marroni kreuzweise einschneiden, ca. 20 Minuten bei 200 °C im Ofen rösten oder in Wasser kochen und noch warm schälen. Danach wie die vorgekochten Marroni verwenden.
Wie wird Rosenkohl weniger bitter?
Die Bitterkeit stammt aus natürlichen Inhaltsstoffen des Kohls. Kurzes Anbraten mit Röstaromen, nicht zu langes Garen sowie ein süsser Gegenpol wie Preiselbeeren, Honig oder Marroni mildern sie deutlich – deshalb harmonieren die Zutaten in diesem Rezept so gut.
Ist die Schupfnudelpfanne vegetarisch?
Ja, sofern Sie eine vegetarische Gemüsebrühe verwenden. Klassischer Parmesan wird mit tierischem Lab hergestellt; wer streng vegetarisch isst, nimmt einen vegetarischen Hartkäse. Vegan ist das Gericht in der Grundform nicht, da Schupfnudeln meist Ei enthalten und Butter verwendet wird.


Diana Rütimann